Der Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa zählt zu den atemberaubendsten Nationalparks in den ich jemals war. Er befindet sich auf einer Höhe zwischen  4,200 und 5,400 Metern und hat eine Fläche von über
7000 km². Mit einem Niederschlag von durchschnittlich 65mm ist das Klima sehr trocken und in Kombination mit der Wüste eine Landschaft, die von einem anderen Planeten zu sein scheint.

Steinformationen mitten in der Wüste
Steinformationen mitten in der Wüste
Vulkane soweit das Auge reicht
Vulkane soweit das Auge reicht

Neben den vielen Bergen, die bis zu 6000 Metern in die Höhe reichen, ist fast das ganze Gebiet von unregelmäßigen Relief bedeckt, darunter Gebiete mit vielen aktiven Vulkanen, heißen Quellen, Geysiren und dampfenden Fumarolen (Dampfaustrittsstelle). Alles zusammen wirkt, als wäre man auf einem anderen Planeten oder in einem anderen Erdzeitalter. Trotz der extremen Bedingung gibt es eine unglaubliche Tier und Pflanzenwelt, die sich an die Trockenheit, an die niedrige Temperatur und an den Mangel an Nährstoffen angepasst hat. Kein Wunder also, dass alles Grün robust ist, wie Stein.

Wenn die Erde atmet…

Bekannt ist der Nationalpark auch für seine vielen Vogelarten, von denen manche inzwischen vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt ist der Nationalpark die Heimat von 80 Vogelarten, darunter drei Flamingoarten, Anden-Gänse, Falken, Enten, Kondore und Nandus. Darüber hinaus gibt es über 20 Arten von Säugetieren, wie Pumas, Andenfüchse, Viscachas und Vikunjas.

Daneben zeichnet sich die Gegend durch die vielen Seen aus, die die Schönheit der Natur widerspiegeln. Einige von ihnen sind von den auftretenden Gasen verfärbt und lässt das Bild noch surrealer erscheinen. Zwar sagen Bilder mehr als tausend Worte, doch mit den eigenen Augen vor solch einer beeindruckenden Natur zu stehen, überwältigt auf einer Art, die man lediglich vor Ort empfinden kann.

Wann

Februar 2018

Wo

Im Süden von Bolivien an der Grenze zu Chile und Argentinien.